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Aus dem Alltag der Lernenden – Eindrücke vom Alltag während dem WEF

Während die ganze Welt im Januar nach Davos schaut, weil bekannte Persönlichkeiten ans Weltwirtschaftsforum kommen, um wichtige Themen rund um Politik und Wirtschaft zu besprechen, steht für die Lernenden aus dem Ausbildungszentrum La Capriola eine strenge Woche bevor.

Es gibt nicht nur mehr zu tun als gewohnt, sondern es stehen auch andere Arbeitszeiten als üblich an. Da unsere Lernenden auf verschiedene Hotels und Restaurants aufgeteilt und in unterschiedlichen Bereichen tätig sind, merken die einigen weniger vom WEF und für andere ändert sich der Arbeitsalltag vollumfänglich.

Was für alle eine Umstellung ist, sind die veränderten Buszeiten und Verkehrsumleitungen. So gibt es während dem WEF eine Zughaltestelle mehr, dafür fahren die Busse nicht wie gewohnt. Die zusätzliche Zughaltestelle am Kongresszentrum ist für viele unserer Jugendlichen strategisch günstig, um zum Arbeitsort zu gelangen und wird daher nach dem WEF richtiggehend vermisst.

Ein Vorteil der etwas abgeschiedenen Wohnlage unserer Wohngruppe ist, dass die Jugendlichen nach der Arbeitszeit auf der Wohngruppe Ruhe finden und abschalten können. Die Mitarbeitenden sind in dieser Woche auch mal etwas kulanter und machen die eine oder andere Extrafahrt – vor allem spät abends – von der Arbeit nachhause. Die gewohnten Lernstunden und Lernbegleitungen in den Betrieben fallen in dieser Woche aus – die Belastung ist so schon enorm hoch und in den Hotels und Restaurants ist die Präsenz von zusätzlichen Personen aufgrund der erhöhten Sicherheitskontrollen weniger erwünscht.

Insgesamt kann man sagen, dass nicht nur Davos in dieser Woche Kopf steht, sondern auch der Alltag der Lernenden.

Die WEF-Woche bleibt aber nicht die einzig herausfordernde und arbeitsintensive Woche in der Wintersaison in Davos. Kurz vor dem WEF ist mit dem Spengler Cup schon Ausnahmezustand in den Hotels und nach dem WEF trudeln die ersten Skitouristen von den Sportferien wieder ein. Es bleibt also spannend.

Aus dem Alltag der Lernenden – Exkursion in die Glasi Hergiswil

Im Rahmen des Berufskundeunterrichtes unserer Praktiker hatten die Lernenden die Gelegenheit, die Glasi Hergiswil zu besuchen. Im Unterricht ging es allgemein um Materialkunde (Porzellan, Silber, Chromstahl, Glas und wofür die Materialien verwendet werden). Des Weiteren wurden im Unterricht die verschiedenen Gläserformen im Betrieb besprochen. Der Besuch der Glasi sollte den Jugendlichen aufzeigen, wieviel Arbeit hinter der Herstellung von Glas steckt und somit den achtsamen Umgang damit zu sensibilisieren.

Nach einer Entdeckungstour durch das Museum und einer Vertiefung über die Geschichte des Glases und der Glasi Hergiswil, hatten die Lernenden die Möglichkeit, auch selbst kreativ zu werden. Unter fachkundiger Anleitung durften sie ihre eigenen Glaskugeln blasen, was nicht nur eine spannende Erfahrung war, sondern auch einen Einblick in die traditionsreiche Kunst der Glasbläserei bot.

Aus dem Alltag der Lernenden – Freizeitgestaltung

Mit dem Start der Ausbildung beginnt für viele Lernende ein neuer Lebensabschnitt. Unsere Lernenden treten nicht nur in den Arbeitsalltag ein, sondern wohnen erstmals ausserhalb des Elternhauses.

Eine bedürfnisorientierte Freizeitgestaltung hilft den Lernenden dabei, nicht nur ihre beruflichen oder schulischen Ziele zu verfolgen, sondern auch Aspekte wie Erholung und Freude zu berücksichtigen. Das heisst, die Lernenden sollen die Aktivität nicht als zusätzliche Anstrengung empfinden. Freizeit ist dabei jedoch weit mehr als blosse Zeit, welche die Lernenden mit Aktivitäten füllen. Sie ist eine Chance, sich selbst zu entfalten, neue Energie zu tanken und Resilienz aufzubauen. Ziel ist es, dass die Lernenden eine gesunde Work-Life Balance haben und dadurch ihre Lebensqualität steigern.

Während den Blockwochen bieten sich vielfältige Möglichkeiten, in verschiedene Freizeitaktivitäten zu schnuppern und diese besser kennen zu lernen. So waren wir beispielsweise mit unseren Lernenden schon öfters in der Sporthalle Färbi. Hier konnten wir diverse Sportarten wie Tennis, Badminton, Tischtennis, Klettern und Bouldern ausprobieren. Alltagsnahe Aktivitäten wie ein Spaziergang oder zu lesen, helfen den Lernenden den Arbeitsalltag ausklingen zu lassen und auf andere Gedanken zu kommen.

Auch in der Bezugspersonenarbeit ist das Thema Freizeitgestaltung zentral. Es geht darum, die Lernenden bei der Entdeckung und Umsetzung ihrer Freizeitaktivitäten zu begleiten. So konnte beispielsweise eine Lernende ihr Hobby, das Reiten, nach einer längeren Pause wieder aufnehmen. Sie wurde dabei unterstützt, einen passenden Reitstall in der Umgebung zu finden. Dadurch konnte die Jugendliche nicht nur ihrem Hobby nachgehen, sondern auch ihre sozialen Kontakte in Davos stärken.

Die gemeinsame Planung und Umsetzung von Freizeitaktivitäten zeigt, dass auch in herausfordernden Momenten Raum für persönliche Interessen bleibt.

Aus dem Arbeitsalltag einer Lernenden in der Hotellerie/Hauswirtschaft

Der Arbeitstag einer Lernenden in der Hotellerie/Hauswirtschaft in einem 5-Sterne-Hotel beginnt, je nach Aufgaben – heute ist es der Couverture Dienst – um 11 Uhr und endet um 20 Uhr.

Zu Beginn des Arbeitstages macht sich die Lernende bereit und trifft sich mit ihrem Team, um die Aufgaben für den Tag zu besprechen.

Ihre erste Aufgabe heute ist die Zimmerreinigung. Dabei sorgt sie dafür, dass die Zimmer der Gäste sauber und einladend sind. Sie wechselt die Bettwäsche, reinigt die Badezimmer und achtet darauf, dass alle Annehmlichkeiten aufgefüllt sind. Diese Aufgabe erfordert viel Aufmerksamkeit zum Detail, um den hohen Standards des Hotels gerecht zu werden.

Ein weiterer Teil ihres Arbeitstags ist die Mithilfe in der Lingerie. Hier unterstützt sie bei der Wäschepflege, indem sie die schmutzige Wäsche sortiert, wäscht und faltet. Diese Aufgabe ist entscheidend, um sicherzustellen, dass immer genügend frische Wäsche für die Zimmer und das Restaurant zur Verfügung steht.

Um 17:00 Uhr hat sie eine wohlverdiente Pause, in der sie sich etwas erholen und neue Energie tanken kann. Nach der Pause bereitet sie die Couverture für die Zimmer vor. Das bedeutet, dass sie die Betten für die Nacht vorbereitet, kleine Aufmerksamkeiten für die Gäste bereitlegt und sicherstellt, dass alles für einen angenehmen Aufenthalt vorhanden ist.

Ein intensiver und abwechslungsreicher – aber auch spannender Tag für die Lernende.

Aus dem Alltag – ein Abend auf der Wohngruppe

Jeweils bei Dienstbeginn am Nachmittag checkt der Pikettdienst die Anwesenheit und Arbeitspläne aller Lernenden und kann sich somit einen Überblick verschaffen, wer und wie viele von den Jugendlichen an dem Abend da sind. Von diesen beiden Komponenten hängt es jeweils ab, wie sich ein Abend auf der Wohngruppe entwickelt.

Die Wohngruppe ist seit Beginn des neuen Ausbildungsjahres im August wieder voll besetzt und somit wird fast jeden Abend gemeinsam gekocht und gegessen. Oft melden sich dann auch noch spontan freiwillig Lernende, die dem Zuständigen beim Kochen helfen oder zumindest für gute Unterhaltung sorgen.

Seit dem Einstiegswochenende im September haben wir ein neues Spiel auf der Wohngruppe – Biberbande. Ein simples, lustiges und aktivierendes Spiel, welches die Gedächtnisfunktion der Mitspielenden fordert. Und da nach einem langen Arbeitstag und zu späterer Stunde genau diese Funktion nicht immer verlässlich arbeitet, kommt es entsprechend lustigen Irrungen und Verwirrungen. Und wie bei fast jedem Spiel gibt es am Ende Gewinner und Verlierer. Da wir aber alle in einem Alter sind, in dem wir das gut zu nehmen wissen, sind so weitere unterhaltsame Runden und Revanchen vorprogrammiert.

Doch auch die Mitarbeitenden bringen an so Abenden Interessen und Ideen ein, sei es, etwas mit der Gitarre zu spielen und gemeinsam zu singen oder zum Public Viewing das Reüssieren oder Scheitern der Schweizer Nati mitzuerleben.

Auch der Balkon ist ein beliebter Treffpunkt zum Plaudern, wenn auch mehr in den Sommermonaten – vieles ist möglich an einem Abend auf der Wohngruppe. Auch, dass einfach alle nach dem Essen in ihre Zimmer verschwinden, um am nächsten Tag die nötige Energie zu haben für den bevorstehenden Arbeitstag.

Aus dem Alltag – die ersten Wochen einer Lernenden

Mit dem Lehrbeginn im August hat eine Lernende im Ausbildungszentrum La Capriola Luzern die Ausbildung zur Praktikerin Hotellerie-Hauswirtschaft gestartet.

Bevor sie sich für diese Ausbildung entschieden hat, kam sie eine Woche zum Schnuppern ins Hotel und wohnte während dieser Zeit auf der Wohngruppe, um diese beiden Bereiche kennenzulernen. Da habe sie „bereits einen grossartigen Einblick in den Beruf werfen können, sowie Einiges gelernt“, meint die Jugendliche. Ebenso hatte sie im Vorfeld die Möglichkeit, einen Tag die Schule zu besuchen und sich so auf die Art des Unterrichts in der Ausbildung vorbereiten zu können.

Am 1. August ging es dann los im Hotel Continental-Park. In der ersten Woche lernte sie die Arbeiten auf der Etage kennen, ab der zweiten Woche packte sie bereits in der Lingerie mit an. Das Team des Hotels zeigt sich sehr unterstützend und führt die Lernende Schritt für Schritt in die täglichen Arbeiten ein. Nebst der Arbeit findet in den Pausen ein lockerer Umgang statt, so, dass man das Team noch besser kennenlernen kann.

Der freundliche Austausch mit dem Team im Hotel sowie mit den Lernenden auf der Wohngruppe beschreibt sie bisher „als sehr gut und hilfsbereit.“ Man kann also von einem gelungenen Start in die Ausbildung und dem Leben auf der Wohngruppe sprechen.

Aus dem Alltag der Lernenden – Gruppensitzungen

Die Wohngruppe von La Capriola bietet in Einzelzimmern Platz für insgesamt 12 Jugendliche. Um das gemeinsame Wohnen für alle angenehm zu gestalten, findet einmal im Monat eine Gruppensitzung statt. Diese wird abwechselnd einmal mit Mitarbeitenden von La Capriola und einmal nur unter den Lernenden durchgeführt.

Die Gruppensitzungen bieten die Möglichkeit, organisatorische Angelegenheiten zu klären und fördern den Zusammenhalt und die Kommunikation unter den Lernenden.

Im Vorfeld wird jeweils ein/e Lernende/r bestimmt, welche/r die Leitung übernimmt. Die Sitzungsleitung holt im Vorfeld die Traktanden sowohl vom Team als auch von den anderen Lernenden ein. Während der Sitzung übernimmt sie die Moderation und ist dafür verantwortlich, dass die Agenda eingehalten wird, die Diskussion nicht vom Thema abweicht und jeder zu Wort kommt.

In der letzten Gruppensitzung wurde beispielsweise über die Gestaltung der Wohngruppe gesprochen. Einerseits sollte geklärt werden, wie die Zimmer- und Badezimmereinteilung geregelt wird. Andererseits soll die Wohngruppe wohnlicher gestaltet werden. Hierfür wird zum Beispiel auf dem Balkon ein Kräutergarten gebaut. In der Küche werden Vorhänge aufgehängt. Das Wohnzimmer soll durch neue Bilder aufgewertet werden.

Die Beschlüsse werden jeweils von der protokollführenden Person festgehalten. Das Protokoll wird nach der Sitzung allen zugänglich gemacht.

Eine offene Kommunikation und gute Vorbereitung sind wichtige Faktoren für eine erfolgreiche und angenehme Sitzung. Im Anschluss haben die Lernenden die Möglichkeit, einer gemeinsamen Aktivität wie beispielsweise Bowlen oder Schlittschuhlaufen nachzugehen. Dadurch kann das Zusammenleben in der Gemeinschaft weiter gefördert werden.

Aus dem Alltag der Lernenden – Bezugspersonenarbeit

Während der Ausbildung bei La Capriola wird jede/r Lernende durch eine Bezugsperson aus dem Bereich Wohnen/Freizeit unterstützt. Diese Bezugsperson übernimmt eine zentrale Rolle als Ansprechpartner/in und Koordinator/in zwischen den verschiedenen beteiligten Parteien, wie Eltern, IV-Berufsberatung, Ausbildner und dem Betrieb. Durch diese Struktur wird sichergestellt, dass alle relevanten Informationen effizient ausgetauscht werden und die Bedürfnisse der Auszubildenden im Mittelpunkt stehen.

Die regelmässigen Bezugspersonengespräche bieten eine optimale Plattform für einen offenen Austausch über den aktuellen Entwicklungsstand des Lernenden. Gemeinsam werden realistische und messbare Förderziele festgelegt und deren Fortschritt regelmässig überprüft. Die Gespräche decken eine breite Palette von Themen ab, die für die persönliche und berufliche Entwicklung der Jugendlichen von Bedeutung sind. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der individuellen Betreuung und Förderung der Selbstständigkeit. Durch die persönliche Beziehung zur Bezugsperson erhalten die Jugendlichen die notwendige Unterstützung, um ihre Ziele zu erreichen und sich kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Der halbjährliche Bezugspersonentag ist ein weiterer wichtiger Bestandteil der Bezugspersonenarbeit. Dieser Tag bietet eine wertvolle Gelegenheit, die Beziehung zu stärken und Vertrauen aufzubauen, indem die Lernenden und Bezugsperson gemeinsame Aktivitäten unternehmen. Dies fördert nicht nur das gegenseitige Verständnis, sondern trägt auch zur Motivation und Zufriedenheit der Jugendlichen bei.

Zusammengefasst steht die Bezugspersonenarbeit bei La Capriola für eine ganzheitliche und individuelle Förderung der Lernenden, die weit über die berufliche Ausbildung hinausgeht und deren persönliche Entwicklung massgeblich unterstützt.

Praktische Lernbegleitung im Frühstücksservice

Die praktische Lernbegleitung hat mit einer gründlichen Einführung in die Abläufe und Standards des Frühstückes in der Casa Berno begonnen. Joel lernte dabei die verschiedenen Stationen kennen – von der Vorbereitung der Speisen bis hin zur Präsentation und dem Service am Tisch. Unter der Anleitung des Ausbildners konnte er sein Wissen über die verschiedenen Gerichte und Getränke erweitern.
Ein wichtiger Bestandteil der Lernbegleitung ist das praktische Training am Arbeitsplatz. Joel hatte die Möglichkeit, seine Fertigkeiten unter realen Bedingungen in einem anderen Betrieb als seinem angestammten Ausbildungsbildungsbetrieb anzuwenden, sei es beim Zubereiten von Kaffee und Tee oder beim Arrangieren von Frühstückstellern. Dabei erhielt er kontinuierliches Feedback und Anleitung, um seine Leistung kontinuierlich zu verbessern.

Während seiner Zeit im Frühstücksservice in der Casa Berno konnte Joel nicht nur seine technischen Fertigkeiten verbessern, sondern auch wichtige Soft Skills entwickeln. Die Interaktion mit Gästen erfordert Kommunikationsfähigkeiten und ein hohes Mass an Serviceorientierung, die er im Laufe der Zeit verfeinerte. Darüber hinaus lernte er, unter Druck zu arbeiten und effektiv im Team zu koordinieren.

Am Ende praktischen Lernbegleitung konnte Joel auf eine bemerkenswerte Entwicklung zurückblicken. Von einem Lernenden, der in diesem Betrieb noch nie im Frühstücksservice gearbeitet hat, zu einem kompetenten und selbstbewussten Mitarbeiter im Frühstücksservice. Joel hat eine beeindruckende Transformation durchlaufen. Die Lernbegleitung hatte nicht nur seine beruflichen Fertigkeiten verbessert, sondern auch sein Selbstvertrauen gestärkt und ihm wertvolle Erfahrungen für seine zukünftige Karriere vermittelt.

Aus dem Arbeitsalltag eines Lernenden in der Küche

Ein Lernender in der Küche hat auf dem Posten des Sauciers einen abwechslungsreichen Tagesablauf.

Morgens beginnt er damit, die Zutaten für die verschiedenen Saucen vorzubereiten, wie zum Beispiel Gemüse schneiden, Kräuter hacken und Gewürze abmessen. Während des Mittagsgeschäfts ist er dann damit beschäftigt, Fleisch und Fisch à la minute zu braten, die Saucen zuzubereiten und sicherzustellen, dass sie die richtige Konsistenz und den perfekten Geschmack haben. Seine kreative Seite kann der Saucier beim Anrichten der Teller zeigen.

Nach dem Mittagsgeschäft reinigt er den Arbeitsbereich gründlich und bereitet sich auf den Abend vor, indem er neue Rezepte ausprobiert und seine Fähigkeiten weiterentwickelt.

Insgesamt ist der Tagesablauf eines Lernenden auf dem Saucier Posten anspruchsvoll, aber auch lehrreich und entsprechende Kreativität wird mit zufriedenen Gästen belohnt.

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